Noch sind 90% der Alleinerziehenden Mütter. Aber inzwischen ist die Gruppe der alleinerziehenden Väter die am schnellsten wachsende Familienform.  Und da stellt sich die Frage: wie sieht eigentlich der Alltag dieser Männer aus? Der Grundsatz der Gleichbehandlung finden wir bereits im Grundgesetz. Trotzdem kämpfen Männer manchmal Jahrelang, um ihre Kinder überhaupt sehen zu können. Im wesentlichen gibt es folgende Gründe, warum ein Mann zum alleinerziehenden Papa wird: 1. Das Paar hat sich geeinigt, dass der Vater zum überwiegenden Teil für das Kind zuständig ist. 2. Die Kinder möchten beim Vater leben. 3. Die Mutter wurde offiziell als erziehungsunfähig eingestuft.

Was geschieht in der ersten Zeit als alleinerziehender Vater? Die erste Zeit als alleinerziehender Vater kann schon ziemlich chaotisch sein. Viele Väter arbeiten weiterhin in Vollzeit und die Integration der Kind-Betreuung  gestaltet sich als schwierig. Klar, dann bleibt die Wäsche schon mal einen Tag länger liegen und die Tütensuppe erlebt eine ganz neue Bedeutung. Da heißt es dann: “Augen zu und durch.”

Hilfen für den alleinerziehenden Vater. Vielleicht ist es noch ungewohnt, wenn Männer um Hilfe in ihrem Alltag bitten. Doch die Eierlegende Wollmilch Sau ist auch hier eine Illusion. Von daher finde ich es gut, wenn die Väter signalisieren, dass sie Hilfe brauchen, zum Beispiel aus der eigenen Familie.

Wie ist die Stellung der alleinerziehenden Väter in der Gesellschaft? Nach meiner Erfahrung erkennen die Familiengerichte bisher die Stellung der Väter nur unzureichend an. Die beste Möglichkeit ist die gemeinsam ausgeübte Sorge. Wenn allerdings keine gemeinsame Sorge möglich ist, warum auch immer, fällt das Sorgerecht in den allermeisten Fällen der Mutter zu. In öffentlichen Instanzen wie Schule oder KITA ist sicherlich die Einstellung der Fachkräfte von entscheidender Bedeutung.

Wie können sich alleinerziehende Väter organisieren? Vor Jahren hat die Sängerin Ina Deter gedichtet: “Ich sprüh`s auf jede Wand, neue Männer braucht das Land. Ich breche eine Lanze für Männer, die Gefühle zeigen, ja die verletzlich sind. Die zugeben, dass sie alleine nicht zurecht kommen. Ist das “Unmännlich”? Ich meine: “Nein”, ganz im Gegenteil. Der Satz: “Ein Deutscher Junge weint nicht”, ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, die wir nicht mehr zurückhaben möchten. Deshalb: “Männer traut Euch”. Eine sehr gute Möglichkeit sehe ich darin, dass Männer Selbsthilfe-Gruppen gründen, in denen sie sich wohlfühlen. Und eine sehr gute Möglichkeit ist ein Coaching. Fasse Mut und melde Dich gerne bei mir!