Andachten von Lothar Franz

Der Wecker klingelt, schlaftrunken drücke ich die Taste für “Wiederholen”. Ich murmele: “Nur noch einmal auf die andere Seite legen.” Nach fünf Minuten klingelt der Wecker unbarmherzig erneut. Nun aber raus aus dem warmen Bett. Ich wanke ins Bad, heute muss eine “Katzenwäsche” ausreichen. Zum Glück habe ich mir gestern Abend die Klamotten zurechtgelegt. Kurz danach brodelt die Kaffee-Maschine, ohne Koffein gehe ich nicht aus dem Haus. Immer wieder schaue ich auf die Uhr, es scheint so, dass die Zeit viel schneller vergeht als sonst. Zum Leidwesen meiner Mutter konnte ich solange ich denken kann, morgens nur wenig essen. Jetzt dient dies dazu, dass ich vielleicht doch noch meine “Stille Zeit” halten kann.

Die Prospekte der christlichen Verlage habe ich von vorne nach hinten geblättert, doch ich finde kein passendes Buch.

Eine Idee erblickt das Licht der Welt. Ein Andachtsbuch für alle Tage, ohne an ein bestimmtes Jahr gebunden zu sein, soll es werden. Meine Gedanken wollen auf Papier gedruckt werden. Wenn ich gewusst hätte, was ich mir damit antue, hätte ich diesen Gedanken wohl ins Reich der Märchen verbannt. Es gibt Tage, an denen ich einfach nicht schreiben kann, wo ich mich unter Druck setze, weil das Buch ja termingerecht fertig werden soll. An anderen Tagen fließen die Ideen wie ein wunderschöner Bach. Manchmal frech, fröhlich, frei, aber immer fromm ist meine Intention.

Nun haben Sie folgende Möglichkeiten:

  1. Sie lesen den angegebenen Text im Zusammenhang. Dies empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie tiefer in die Bibel eintauchen möchten.
  2. Sie lesen die genannten Verse.

Ich wünsche Ihnen liebe Leser inspirierende Erlebnisse. Drei oder vier Minuten vor sieben, ganz wie es für Sie richtig ist.